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Belgienhalle Siemensstadt, Gartenfelderstraße 28
Die Belgienhalle liegt auf der Insel Gartenfeld zwischen Hohenzollernkanal und Spandauer Schifffahrtskanal.

Auto:
Mit dem Auto erreichen Sie die Belgienhalle am einfachsten über die Berliner Stadtautobahn 111 (Ausfahrt Flughafen Tegel). Von dort benötigen Sie nur fünf Minuten über den Saatwinkler Damm zur Gartenfelder Straße, dort fahren Sie rechts über den Kanal. / Zufahrt aus dem Zentrum: Richtung Flughafen Tegel, Saatwinkler Damm bis zur Gartenfelderstraße, rechts über den Kanal
›› Zufahrtsplan

Öffentliche Verkehrsmittel:
  U7 Richtung Spandau bis Haselhorst (Umsteigen U2 > auf U7 an der Station Bismarckstraße)
Von der U-Bahnstation Haselhorst fährt der Bus 133 und X33 bis vor die Belgienhalle (Ausstieg: Busstation Gartenfeld)
Es wird aber auch einen Shuttledienst von der U-Bahnstation Haselhorst zur Belgienhalle geben
  Bus 133, N33, X33, 139 (Ausstieg: Busstation Gartenfeld)
Von der Busstation Gartenfeld sind es nur 4 min Gehweg zur Belgienhalle

Belgienhalle Spandau

Die sogenannte "Belgienhalle“ kommt eigentlich aus Frankreich, wo sie 1917/18 erbeutet und auf der Insel Gartenfeld in Spandau wieder aufgebaut wurde, 1922 und 1928-29 kamen Anbauten dazu. Die Halle besteht – wie bei einer Kirche – aus drei großen "Hallenschiffen", die sich über 16.000m² erstrecken. Die Hallen haben eine enorme Höhe von bis zu 16 Metern. Noch bis 2002 wurden in dieser kulturhistorischen Industrie-Ikone Kabel, Drähte, Leitungen und Isoliermaterialien für Strom-, Nachrichten- und Hochfrequenz hergestellt.

Belgienhalle Spandau

1916/17 wurden mit Hilfe der deutschen Heeresleitung in besetzten Gebieten (vornehmlich Belgien und Frankreich) Industriehallen demontiert und den in der Kriegswirtschaft tätigen deutschen Betrieben zugeführt, da während des Krieges großer Eisenmangel herrschte. Der Architekt Hans Hertlein, Leiter des Bauwesens im Siemens-Konzern in Berlin, suchte eine Eisenskeletthalle im französischen Valenciennes aus, dem einstigen Hauptort der nordfranzösischen Stahlregion, um aus dieser „erbeuteten" Halle in Berlin das Metallwerk auf der Insel Gartenfeld in Spandau zu errichten. Im Sprachgebrauch wurde die Halle fortan (aber irrtümlich) als „Belgienhalle“ (oder Valenciennes-Halle) bezeichnet.

Belgienhalle Spandau

Die Insel Gartenfeld, auf dem die Belgienhalle liegt, hat eine bewegte Geschichte. 1911 expandierte das Elektrounternehmen Siemens mit einem neuen Kabelwerk auf dem Gelände. Über den nahe gelegenen Hohenzollernkanal waren per Schiff Verbindungen in alle Welt sichergestellt. Der zentral gelegene Gebäudekomplex galt als größter Hallenfabrikbau Europas. Aber die klassischen Industrien verloren an Bedeutung. 2002 waren die Zeiten der Kabelproduktion am Standort Gartenfeld vorbei. Das Werk wurde geschlossen.

Belgienhalle Spandau

Seither dienten die Gebäude nur noch zu Lagerzwecken. In den Jahren 2003 bis 2007 bescherte die Modemesse Bread & Butter dem abgeschiedenen, von der Industrie verlassenen Brachland, nochmals eine größere Aufmerksamkeit. Aber erst die sich in Berlin anbahnende Wohnungsknappheit eröffnete eine andere Sichtweise auf das einstige Siemensgelände. Von einer „neuen Gründerzeit“ ist nun die Rede. Der Berliner Senat weist Gartenfeld als eines der wichtigsten Neubauareale der Stadt aus, das nach Stilllegung des Flughafens Tegel rund 8000 Menschen beherbergen soll. Dort, wo sich einst das Siemens-Kabelwerk befand, sollen bis zu 3700 neue Wohnungen und ein kleiner Hafen entstehen. Das Projekt wird von der UTB Projektmanagement GmbH und ihrem Geschäftsführer Thomas Bestgen durchgeführt.